Moor-Birke ist Baum des Jahres 2023

Zum Tag des Baumes am 25. April weist der Schwäbsiche Albverein auf die Moor-Birke als Baum des Jahres 2023 hin. Gekürt wird dieser jedes Jahr vom Verein Baum des Jahres e.V..

Kleine, grüne Blätter, eine lichte Laubkrone, dazu eine weithin sichtbare weiße Rinde – die Birke erkennen die meisten Menschen sofort. Die einen lieben sie als frischen „Frühlingsbaum“ nach einem trüben Winter. Andere greifen zum Nasenspray, weil die Birkenpollen ihnen das Leben schwer machen.

Ihre Zweige werden gerne hergenommen, um an Ostern oder anderen kirchlichen Festtagen die Kirchen zu schmücken. Oft sind auch die Maibäume oder die beim Richtfest auf den Dachstuhl gestellten Bäume Birken.

Es gibt zwei Birkenarten, die hierzulande wachsen: die Moor- und die Sand-Birke. Sie sind sich sehr ähnlich. Die Sand-Birke ist vor allem im Süden verbreitet bis in den mediterranen Raum hinein. Die Moor-Birke ist sehr tolerant der Kälte gegenüber und wächst deshalb in den nordischen Ländern, in Skandinavien bis nach Ostsibierien, wo es sogar reine Moor-Birkenwälder gibt. Bei uns in Baden-Württemberg gibt es beide Arten. Sie wächst sogar bis zur Baumgrenze.

Mehr über die Moor-Birke, ihre Rolle in der Artenvielfalt und über ihre Wiederentdeckung in der Forstwirtschaft erfahren Sie unter https://baum-des-jahres.de/baum-des-jahres/

Landesweiter Streuobsttag Baden-Württemberg

Am Samstag, 13. Mai, findet der 17. Landesweite Streuobsttag Baden-Württemberg statt. Thema ist „Neue Ziele und Wege zum Erhalt durch Nutzung“. Die Veranstaltung findet hybrid statt, d.h. sie kann sowohl in Präsenz im Audimax der Universität Stuttgart-Hohenheim als auch online besucht werden.

Der Fachkongress bietet zwei Fachforen zu folgenden Themen bzw. Fragen an: Wie setzen wir Streuobst in Zukunft in Szene? Und: Wie begegnet die Streuobstpraxis aktiv dem Klimawandel?

Hier geht es zum Veranstaltungsflyer.


„Streuobstwiesen machen unsere Heimat zu dem, was sie ist – unverwechselbar. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Biodiversität aber auch für unsere kulturelle Identität. Deshalb wollen wir sie schützen, indem wir ihre Bewirtschaftung fördern.“

Peter Hauk, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg


Veranstalter sind die Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg, Hochstamm Deutschland e.V., das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und die Universität Hohenheim. Der Schwäbische Albverein gehört zu den Partnern der Veranstaltung.

 

Waldputzete mit Kindern in Bösingen

Unter dem Motto „Der Wald braucht Euch“ haben Kinder im Harzwald bei Bösingen von Müll befreit. Den Waldputzete organisiert jedes Jahr die Albvereins-Ortsgruppe Bösingen.

Aufmerksam und voller Tatendrang untersuchten die Mädchen und Buben Weg- und Waldrand nach Unrat. Glasflaschen, Getränkedosen, Plasikverpackungen und vor allem viele Zigarettenstummel, die als toxischer Sondermüll gelten, wurden aufgesammelt. Sogar ein Klodeckel lag im Gebüsch.

Achtlos in den Wald geworfenen Müll stellt ein großes Problem für die Umwelt dar, es braucht sehr viel Zeit, bis dieser von der Natur abgebaut wird. Eine Getränkedose etwa ist erst nach 500 Jahren vollständig verschwunden. Bei einer Glasflasch dauert es sogar 50.000 Jahre.

Deshalb herzlichen Dank an die engagierten Müllsammlerinnen und Müllsammler, die sich aktiv für den Naturschutz einsetzen!

Einladung zu einer Wanderung mit Landschaftspflegeaktion am Teckberg

Was wäre der Teckberg ohne Landschaftspflege?

Ohne die Arbeit von tierischen und menschlichen Landschaftspflegern gäbe es viele Kulturlandschaften auf der Schwäbischen Alb nicht mehr. Typische Magerwiesen und Wacholderheiden etwa brauchen die Pflege von Schafen, die den Bewuchs kurzhalten. Oder den Einsatz von Menschen, wie den Mitarbeitenden des Landschaftspflegetrupps des Schwäbischen Albvereins mit ihren Freischneidern und Motorsägen.

Um Interessierten die artenreiche Landschaft des Teckbergs und die wichtige Arbeit der Landschaftspfleger nahezubringen, lädt der Schwäbische Albverein am Samstag, 15. April, zu einer etwa acht Kilometer langen naturkundlichen Wanderung mit Landschaftspflegeaktion ein. Die Teilnehmenden lernen dabei die artenreichen Trockenrasenflächen am Teckberg kennen und erfahren mehr über ihre Entstehung und ihren biologischen Wert. Auch werden Flächen zu sehen sein, die offensichtlich wieder verbuscht sind.

Unterwegs können die Teilnehmenden dann selbst Hand anlegen bei einer kleinen Landschaftspflegeaktion. Mit Rechen und Gabeln gilt es Schnittgut zusammenzutragen, damit es weggefahren werden kann. Zum Abschluss besteht die Möglichkeit bei der Schäferei Schmid in Owen gegen einen kleinen Unkostenbeitrag Lamm-Köstlichkeiten zu probieren.

Treffpunkt ist um 10 Uhr am Bahnhof in Owen/Teck. Ende der Veranstaltung ist etwa 16 Uhr. Anmeldung bitte bis zum 5. April unter naturschutz@schwaebischer-albverein.de oder telefonisch unter 0711 / 22585-14.

OG Sachsenheim bereitet Nisthilfen für den Nestbau vor

52 Nisthöhlen brauchten eine Grundreinigung. Sie hängen im Mettertal zwischen Kleinsachsenheim und Metterzimmern, beim Heiligenbergsee östlich von Häfnerhaslach sowie auf den städtischen Streuobstwiesen „Roden“ bei Großsachsenheim. Gepflegt werden Sie von der Albvereins-Ortsgruppe Sachsenheim.

Unter der fachkundigen Leitung von Naturschutzwart Helmut Mager machten sich Ehrenamtliche ans Werk und reinigten die unterschiedlichen Behausungen. Darunter Meisen-, Kleiber- und Fledermauskästen, Horissenkästen in Streuobstbäumen sowie Insektenhölzer.

Es war höchste Eisenbahn für die Aktion, denn die Vögel beginnen derzeit mit dem Nestbau. Aufgeregte Kohl- und Blaumeisen sowie Gartenrotschwänze suchen nach Nistmöglichkeiten. Nun kann man gespannt sein, welche Arten in der nun beginnenden Brutsaison in die Albvereinsnisthilfen einziehen.

Sie wohnen in Sachsenheim und Umgebung und wollen die Naturschutzarbeit des Albvereins dort unterstützen? Dann melden Sie sich doch bei Helmut Mager unter der Telefonnummer 07042 / 966177.

Naturkundliche Exkursion durch die Kulturlandschaften in Ammerbuch

Unter dem Titel „Wunderbare Kulturlandschaft“ bietet der Schwäbische Albverein am Sonntag, 12. März, eine Exkursion in Ammerbuch an. Es geht vorbei an Streuobstwiesen und Hecken, durch Agrarlandschaft und Wald. Jörg Dessecker, Gaunaturschutzwart des Albvereins, Landschaftspfleger und vor allem auch Naturgenießer gibt Einblicke in die Geschichte der Kulturlandschaften. Er diskutiert mit den Teilnehmenden über Naturschutz oder Waldwirtschaft und wie unsere über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft erhalten und gleichzeitig als Erholungsraum genutzt werden kann.

Treffpunkt für die etwa vierstündige Veranstaltung ist um 13:30 Uhr am Bahnhof Ammerbuch-Altingen. Anmeldung bitte unter naturschutz@schwaebischer-albverein.de

Flurputzede in Untermünkheim

Der Müll muss weg – auch bei schlechtem Wetter. Am Samstag, 25. Februar, trafen sich 40 fleißige Helferinnen und Helfer der Albvereins-Ortsgruppe Untermünkheim (Hohenloher Gau), des örtlichen Angelvereins, der Jugendfeuerwehr sowie weitere helfende Hände am Bauhof in Enslingen zur Flurputzede. Es galt im Kochertal und in Teilorten auf der Höhe Müll einzusammeln.

Bürgermeister Matthias Groh packte ebenfalls fleißig mit an, ebenso viele Kinder und Jugendliche. Vier Stunden lang sammelten die vielen Freiwilligen zwischen den Gemarkungsgrenzen von Gelbingen und Braunsbach jede Menge Fast-Food Verpackungen, Flachmänner, leere Flaschen und Gedränkedosen ein. Auch Autoreifen, Radkappen und Plexiglas-Abdeckungen lagen in den Landschaft. Sogar ein Flachbildschirm war dabei.

Zum Abschluss und als Dank an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer lud die Gemeinde nach der Arbeit zu Schnitzel mit Kartoffelsalat und erfrischenden Getränken ein.

Eine tolle Aktion! Die Natur dankt es. Herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer.

 

Mitmachen beim Tag der Artenvielfalt am 17. und 18. Juni

Ihre Albvereins-Ortsgruppe engagiert sich aktiv für den Natur- und Artenschutz? Dann machen Sie mit beim Tag der Artenvielfalt am 17. und 18. Juni. 
Mit dem landesweiten Aktionstag möchte der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V die heimischen Naturschätze erlebbar machen und die Themen Artenvielfalt und Artenkenntnis in den öffentlichen Fokus rücken.
Der Schwäbische Albverein ist Teil des LNV und ruft deshalb seine Ortsgruppen zum Mitmachen auf. Laden Sie die Menschen in Ihren Gemeinden und Kommunen zu Exkursionen, Vorträgen und sonstigen Veranstaltungen ein, um ihnen die Schönheit und den Wert der Artenvielfalt bei uns deutlich zu machen. Denn nur was man kennt, schützt man auch.
Melden Sie dann Ihre Veranstaltung bitte an unter https://tag-der-artenvielfalt-bw.de/fuer-veranstalter/. Sie erscheint dann auf der „Tag der Artenvielfalt“-Website. Der LNV unterstützt zudem alle, die mitmachen, mit Materialien wie Flyer oder Plakaten für die Werbung.
Wir würden uns über viele engagierte „Mit-Macher“ freuen!

LNV-Stiftung fördert Artenschutzprojekte – Jetzt Anträge einreichen!

Bis 30. April können ehrenamtliche Naturschützerinnen und Naturschützer sowie Vereine und Umweltgruppen bei der LNV-Stiftung wieder Projekte und Aktivitäten zur Förderung einreichen. In diesem Jahr geht es um den Erhalt der Biodiversität und unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Seit ihrer Gründung förderte die LNV-Stiftung weit über 350 Natur- und Umweltschutzprojekte. Das Spektrum reicht von der Unterstützung der Umweltbildung in Kindergärten und Schulen über Jugendeinsätze zur Landschaftspflege bis zu Hilfsmaßnahmen für Amphibien, Hirschkäfern, Schwalben und Mauerseglern.

Förderschwerpunkt im Jahr 2023 sind Aktionen, Projekte und Maßnahmen rund um das Thema Artenkenntnis und Artenschutz. Antragsfrist ist der 30. April 2023. Hier geht es zum Antragsformular.

Liebe Aktive in den Ortsgruppen, wenn Ihr in diesem Jahr noch Artenschutzmaßnahmen plant und dafür Geld benötigt, bewerbt Euch für die Förderung. Es lohnt sich!

 

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Jetzt bewerben für den Kulturlandschaftspreis 2023

Bis 30. April können sich Privatpersonen, Vereine und Initiativen, die sich in Württemberg vorbildlich um den Erhalt traditioneller Landschaftsformen kümmern, um den Kulturlandschaftspreis 2023 des Schwäbischen Heimatbunds bewerben.

Albvereins-Ortsgruppen unter den Preisträgern

In den vergangenen Jahren sind immer wieder Ortsgruppe des Schwäbsichen Albvereins mit dem Kulturlandschaftspreis ausgezeichnet worden. Etwa die OG Bonlanden für die Pflege der Wacholderheide Haberschlai, die OG Kohlberg für die Haltung von Ziegen zur Pflege von Magerrasen an Jusi und Florian oder die OG Sontheim/Brenz für den Erhalt von Streuobstwiesen und Hecken. Eine Bewerbung für den mit insgesamt über 10.000 Euro dotierten Preis lohnt sich also!

Vorbild sein und Kulturlandschaften erhalten

„Kulturlandschaften sind ein wichtiger Teil der Kulturgeschichte unseres Landes in all ihrer Vielfalt. Sie sind Zeichen für den bewussten und nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen. Sie stiften Identität und sind Teil unserer Heimat. Jeder, der sich um ihren Erhalt sorgt, ist Vorbild und verdient öffentliche Anerkennung“, erläutert Dr. Bernd Langner, Geschäftsführer des Schwäbischen Heimatbundes.

Besonderes Augenmerk richtet die Jury auf die Verbindung traditioneller Bewirtschaftungsformen mit innovativen Ideen, zum Beispiel zur Vermarktung der Produkte und zur Öffentlichkeitsarbeit. Im Fokus stehen aber auch Streuobstwiesen, Weinberge in Steillagen oder beweidete Wacholderheiden.

Ergänzt wird der Kulturlandschaftspreis mit dem mittlerweile traditionelle Jugend-Kulturlandschaftspreis, der mit 1.500 Euro dotiert ist. Das Preisgeld stellen der Sparkassenverband Baden-Württemberg sowie die Sparkassenstiftung Umweltschutz zur Verfügung.

Ein zusätzlicher Sonderpreis Kleindenkmale würdigt die Dokumentation, Sicherung und Restaurierung von Kleindenkmalen. Dazu können Gedenksteine, steinerne Ruhe­bänke, Feld- und Wegekreuze, Bachbrücken, Trockenmauern sowie Wegweiser oder Feldunterstände gehören. Preiswürdig kann auch die inhaltliche Aufbereitung in Ge­stalt eines Buches sein.

Annahmeschluss für ausschließlich schriftliche Bewerbungen im Format DIN A4 ist der 30. April 2023. Alle Infos zum Kulturlandschaftspreis sind unter www.kulturlandschaftspreis.de abrufbar. Die Verleihung findet im Herbst 2023 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung statt.