Kulturlandschaftspreis 2018 an Ortsgruppe Geislingen übergeben

In der festlich geschmückten Schlossberghalle am Fuß der Schwäbischen Alb wurde am 24. Oktober 2018 vor über 200 Gästen der Kulturlandschaftspreis 2018 des Schwäbischen Heimatbundes und des Sparkassenverbandes Baden‐Württemberg verliehen.

Der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Geislingen (Zollernalbkreis), hat einen der sechs begehrten Hauptpreise erhalten. Die umfassende Landschaftspflege auf der Geislinger Sommerhalde wurde hiermit gewürdigt:

Ein ehemals extensiv bewirtschaftetes, aber seit ca. 1970 sich selbst überlassenes Gebiet wird durch die Gruppe seit acht Jahren sukzessive in einen wertvollen Lebensraum und eine unverwechselbare Kulturlandschaft am Rande der Zollernalb zurückverwandelt. Seit Beginn der Arbeiten wurden rund 12.000 qm freigelegt und gepflegt. Die Flächen sind heute umrahmt von Hecken und einer großen Vielfalt an Büschen. Pflanzen, die auf der Roten Liste stehen, haben sich wieder angesiedelt. Die jetzige Sommerhalde ist zum Paradies für Insekten und Schmetterlinge geworden. Beim jährlichen Apfelsaftfest wird vor allem jungen Menschen die Bedeutung der Streuobstwiesen vermittelt.

Der Kulturlandschaftspreis hat seit 1991 zum 28. Mal den Einsatz zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Kulturlandschaften im württembergischen Landesteil gewürdigt. Beglückwünscht wurden die stolzen Preisträgerinnen und Preisträger von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Sparkassenpräsident Peter Schneider und dem Vorsitzenden des Schwäbischen Heimatbundes, Josef Kreuzberger.

Abbildung: Alle Preisträger gemeinsam mit Josef Kreuzberger (Vorsitzender Schwäbischer Heimatbund, ganz links), Peter Schneider (Präsident Sparkassenverband BW, 2. v. li.) und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch (mit Halstuch).
Foto: Willi Schreiber, Geislingen

Nähere Informationen zum Preis unter www.kulturlandschaftspreis.de

Sonniger Landschaftspflegetag im Naturschutzgebiet Zollerhalde

Rund 50 engagierte ehrenamtliche Helfer packten am 13. Oktober 2018 bei herrlichem Herbstwetter im Naturschutzgebiet Zollerhalde mit an und brachten den Gehölzschnitt, der bei den Pflegearbeiten des Landschaftspflegetrupps im Vorfeld angefallen war, zu einem nahe gelegenen Weg. Dort wird er vom Revierförster entfernt. 

Ziel des gemeinsamen Landschaftspflegetags von Schwäbischem Albverein und Schwarzwaldverein war das Zurückdrängen der Sukzession und das Auf-den-Stock-Setzen der Hecken.

Bei der Aktion war  auch Albvereins-Vizepräsident Hansjörg Schönherr mit dabei und der Bürgermeister von Bisingen, Roman Waizenegger. Dieser sprach ein Grußwort.

Umweltstiftung Stuttgarter Hofbräu spendiert neue Pflegegeräte

Ein wichtiger Programmpunkt war die Übergabe neuer Landschaftspflegegeräte durch die Umweltstiftung Stuttgarter Hofbräu an den Schwäbischen Albverein.

Die Umweltstiftung Stuttgarter Hofbräu hat Freischneider, Sägen, Astschneider und Handschuhe im Wert von 15.000 Euro gespendet. Ein symbolischer Scheck wurde an den Vizepräsidenten übergeben.

Albvereinsjugend Mainhardt sammelt Müll ein

Es ist schon Tradition, dass die Mainhardter Albvereinsjugend regelmäßig im Herbst eine Bachputzete entlang der Brettach im Gemeindegebiet durchführt. In den letzten Jahren fand diese Müllsammelaktion innerhalb der Gemeindeputzete statt. Doch die Gemeinde Mainhardt will nur noch alle zwei Jahre eine allgemeine Gemeindeputzete durchführen. Die Albvereinsjugend mit ihren Betreuerinnen machte sich deshalb in Eigenregie auf den Weg und sammelte entlang der Brettach und der daneben verlaufenden Straße den Abfall ein.  Eine lobenswerte Aktion verbunden mit einem Lerneffekt, denn wer Müll von anderen aufsammelt, wirft mit Sicherheit selber keinen weg.

Pflegeeinsatz am Füllmenbacher Hofberg mit Partymobil

Beim Landschaftspflegetag am Füllmenbacher Hofberg am 29.9.2018 waren zahlreiche  ehrenamtlichen Helfer vor Ort. Das Partymobil der Familienbrauerei Dinkelacker sorgte im Anschluss für einen angenehmen Ausklang.

Die Familienbrauerei Dinkelacker ist seit vielen Jahren Kooperationspartner des Schwäbischen Albverereins. Mit einer erneuten großzügigen Spende konnten Sitzmöglichkeiten an der Grillstelle des Jugendwanderheims Füllmenbacher Hof angeschafft werden.

Sonderprogramm Biologische Vielfalt gut für Wacholderheiden

Wacholderheiden bieten ideale Lebensbedingungen für zahlreiche Tiere und Pflanzen, sie zu schützen und zu pflegen ist jedoch zunehmend schwierig. Unter anderem liegt das an Nährstoffeinträgen durch angrenzende intensiv genutzte Flächen, Stickstoffeinträgen aus der Luft und am Rückgang der Schäferei. Als bedrohter Lebensraum stehen Wacholderheiden auch auf der so genannten Roten Liste der Biotoptypen von Baden-Württemberg.

Dank des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt, das die Landesregierung vor einem Jahr aufgesetzt hat, gibt es mehr Geld, um etwa die Wacholderheiden im Naturschutzgebiet Warmberg zu erhalten und zu entwickeln. Das Naturschutzgebiet ist für seine Insektenvielfalt bekannt. Unter anderem sind dort stark gefährdete Schmetterlingsarten sowie verschiedene Heuschrecken- und Käferarten beheimatet.

Weitere Informationen zum Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt stehen auf der Homepage des Umweltministeriums unter www.um.baden-wuerttemberg.de.

Zukunftsforum LNV: Mehr Natur wagen

Wie lassen sich eine hohe Lebensqualität für Menschen mit
Chancen und Lebensräumen für Tiere und Pflanzen verbinden?
Das Zukunftsforum Naturschutz, das der LNV gemeinsam mit dem Hospitalhof am 10. November 2018 veranstaltet, beleuchtet Hintergründe, analysiert und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.

Der Titel der Veranstaltung lautet:
Mehr Natur wagen
Chancen für die Artenvielfalt in Städten und Dörfern?

Die Veranstaltung richtet sich an Teilnehmer/innen aus Politik, Verwaltung, Architektur und Planung, Natur- und Umweltschutz,an Bauherren und an alle Interessierten.

Nähere Informationen sowie Tagungsprogramm und Online-Anmeldung finden Sie hier

Der Felsenkeller in Mainhardt öffnete zum Tag des offenen Denkmals

Etwa 200 Besucher und Besucherinnen waren aus

unterschiedlichsten Landesteilen zum Tag des offenen Denkmals am 9. September 2018 gekommen, um einen Blick in den Untergrund des Mainhardter Felsenkellers zu werfen. Auch 30 Kinder waren dabei. Für einige Kids war es ein besonders aufregendes Erlebnis, denn sie fühlten sich wie in einer Geisterhöhle. Viele Besucher äußerten sich sehr anerkennend über den Zustand des einstigen Eiskellers und die Arbeit der Ehrenamtlichen des Schwäbischen Albvereina und des NABU. Diese haben mehr als zehn Jahre lang den von Müll zugeschütteten Eiskeller ausgeräumt.

Heute kann der Felsenkeller über die Sommermonate bei Führungen (zu buchen über den Schwäbischen Albverein, bei Fam. Fischer, E-Mail: oder die Gemeinde Mainhardt, Link) besichtigt werden.

Während des Winterhalbjahrs steht er den Fledermäusen als Winterquartier zur Verfügung und ist dann für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Renaturierungsprojekt Schlossberghang Langenburg ausgezeichnet

Das Projekt „Schlossberg in Langenburg“ des Schwäbischen Albvereins wurde im Rahmen des Wettbewerbs „Unsere Heimat und Natur“, welcher von Edeka Südwest und der Stiftung NatureLife-International ausgeschrieben war, ausgezeichnet. Link dazu

Die offizielle Preisverleihung fand am 20. Juli 2018 statt. Der auf 3000 Euro dotierte Preis wurde in Form eines symbolischen Schecks im Edeka-Markt der LBV Raiffeisen eG in Gerabronn an Arnold W. Ruopp überreicht. Er und seine Frau sind die örtlichen Ansprechpartner des Projekts in Langenburg.

Gewürdigt wurde der Schwäbische Albverein insbesondere für seine Renaturierungs- und Rekultivierungsarbeiten am Südhang des Schlossbergs, sodass dieser vor einer Verwaldung geschützt werden konnte.

Die finanzielle Unterstützung soll nun in den Bau eines Mauerstücks an einer Böschung fließen. So kann ein Lebensraum für Eidechsen und besondere Pflanzen, wie z.B. Zimbelkraut, entstehen.

„Damit kommen wir unserem langfristigen Ziel, einen Biotopverbund im Südwesten Deutschlands zu schaffen, auch in diesem Jahr ein ganzes Stück näher“, sagte Michaela Meyer, Nachhaltigkeitsbeauftragte der Edeka Südwest, bei der Preisverleihung.

Nur in einer ökologisch intakten Kulturlandschaft können qualitativ hochwertige Lebensmittel produziert werden, heißt es in einer Pressemitteilung von Edeka. 2014 hat der Lebensmittelhändler daher gemeinsam mit der Stiftung NatureLife-International unter dem Motto „Unsere Heimat und Natur“ einen jährlichen Wettbewerb für herausragende Naturschutzprojekte in ihrem Absatzgebiet ins Leben gerufen. Prämiert und mit jeweils bis zu 5.000 Euro finanziell gefördert, werden Projekte, die sich für die Schaffung und den Erhalt von Biotopen, die Renaturierung sowie den Schutz von Lebensräumen für Wildtiere und -pflanzen einsetzen. Unterstützt wird die Aktion durch einen Teil des Erlöses aus dem Verkauf von Kräutertöpfen der Edeka-eigenen Regionalmarke „Unsere Heimat – echt & gut“. In diesem Jahr wurden 25 Preise vergeben.

Trittstein für die Wasservogelwelt

Am 14. Juli 2018 fand eine kleine Fahrradexkursion unter Leitung von Kurt Heinz Lessig zum Zugwiesen-Biotop am Neckar bei Ludwigsburg statt.

Dabei handelt es sich um ein Feuchtgebiet, das einen Trittstein für die Wasservogelwelt darstellt (wie der Max- Eyth-See in Stuttgart und die Wernauer Baggerseen bei Wernau). Es ist ein Lehrbeispiel dafür, wie die Natur an Flüssen wieder zurückgeholt werden kann.

Unterwegs wurde den Teilnehmern die Feuchtgebietspflanzen am Neckarufer sowie Schmetterlinge, Libellen und Hummeln erklärt. Im Feuchtbiotop selbst ging es um die Wasservögel, aber auch um diverse Singvögel, die inzwischen im jungen Auenwald eingezogen sind.

Am Zugwiesenbach, der zur Umgehung des Staustufe Poppenweiler angelegt wurde, konnten Fische, die diese Auf- und Abstiegshilfe nutzten, beobachtet werden. Zur Kontrolle wurde im Bach ein Zählwerk eingerichtet, wo sich ebenfalls Fische sehen ließen.

Auf dem Aussichtsturm mitten im Biotop ging es um die Geschichte des Neckarlaufs und die schöne Weinbergslandschaft, in das dieses relativ neu geschaffene Biotop eingebettet ist.

Was blüht denn da: Alle waren begeistert

Der Pflanzenbestimmungskurs „Was blüht denn da?“ am Wochenende 30. Juni / 1. Juli im Wanderheim Eninger Weide unter der Leitung von Dr. Matthias Stoll (Universität Tübingen) ist bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen auf große Anerkennung gestoßen.

Alle 14 waren mit Begeisterung dabei. Am Samstag gab es zuerst eine thoretische Einführung, u.a. ging es um Bau und Merkmale einer Pflanze und Nutzung des Pflanzenbestimmungsbuchs mit Bestimmungsschlüssel. Später wurden Klapplupen zur Bestimmung herangezogen. Am Sonntag stand eine Exkursion in den Wald auf dem Programm und die Bestimmung von Waldpflanzen war an der Reihe. Die Gelegenheit wurde genutzt, um auch die Hohe Warte zu besuchen.