Landschaftspflegeeinsatz im September bei strahlendem Sonnenschein und beängstigender Trockenheit
Es hätte nicht gegensätzlicher sein können: Beim Landschaftspflegeeinsatz am Füllmenbacher Hofberg im Vorjahr kämpften die Freiwilligen bei Regen mit schwerem Gras auf rutschigen Hängen. Im September dieses Jahres war der Himmel blau und die Fläche total vertrocknet. „Es gab fast keine blühenden Nektarpflanzen mehr für die Insekten“, berichtet der Leiter des Landschaftspflegetrupps, Jörg Dessecker. Die Trockenheit führt zu großem Trockenstress auch bei den Bäumen. Viel Laub hätte schon am Boden gelegen, Äste wären vertrocknet, so Dessecker weiter. „Der Klimawandel macht mir große Sorgen.“
Den viertätigen Arbeitseinsatz selbst wertet Dessecker als Erfolg. Eine motivierte Gruppe Ehrenamtlicher aus dem gesamten Vereinsgebiet war mit großer Begeisterung sowie Rechen und Gabeln dabei, die Fläche von Schnittgut zu befreien. Auch die ehemaligen FÖJler Anika und Jani waren gekommen – es waren Semesterferien. Sie packten gemeinsam mit den anderen Helferinnen und Helfern kräftig mit an, so dass die Gruppe gut vorankam. Am Ende war sogar noch Zeit für eine weitere Pflegeaktion am Enzblick, einer Grundbesitzfläche des Albvereins, und für eine kleine Exkursion zum Thema „Wald im Klimawandel“.
Die Landschaftspflegetage am Füllmenbacher Hofberg fanden zum dritten Mal in dieser Form statt. Die Gruppe übernachtete während des Einsatzes im Wanderheim Füllmenbacher Hof und verpflegte sich dort selber. Menschen aus unterschiedlichen Lebensverhältnissen wie Rentner, Studierende oder Personen aus dem Arbeitsleben engagierten sich gemeinsam für den Naturschutz. Auch eine Vertreterin des Gesamtvorstands des Vereins packte in diesem Jahr tatkräftig mit an. Jörg Desseckers Fazit: „Es war eine bunte Gruppe aus engagierten Menschen. Das macht Mut für die Zukunft.“
Fotos: Jörg Dessecker



