Waldputzete mit Kindern in Bösingen

Unter dem Motto „Der Wald braucht Euch“ haben Kinder im Harzwald bei Bösingen von Müll befreit. Den Waldputzete organisiert jedes Jahr die Albvereins-Ortsgruppe Bösingen.

Aufmerksam und voller Tatendrang untersuchten die Mädchen und Buben Weg- und Waldrand nach Unrat. Glasflaschen, Getränkedosen, Plasikverpackungen und vor allem viele Zigarettenstummel, die als toxischer Sondermüll gelten, wurden aufgesammelt. Sogar ein Klodeckel lag im Gebüsch.

Achtlos in den Wald geworfenen Müll stellt ein großes Problem für die Umwelt dar, es braucht sehr viel Zeit, bis dieser von der Natur abgebaut wird. Eine Getränkedose etwa ist erst nach 500 Jahren vollständig verschwunden. Bei einer Glasflasch dauert es sogar 50.000 Jahre.

Deshalb herzlichen Dank an die engagierten Müllsammlerinnen und Müllsammler, die sich aktiv für den Naturschutz einsetzen!

Einladung zu einer Wanderung mit Landschaftspflegeaktion am Teckberg

Was wäre der Teckberg ohne Landschaftspflege?

Ohne die Arbeit von tierischen und menschlichen Landschaftspflegern gäbe es viele Kulturlandschaften auf der Schwäbischen Alb nicht mehr. Typische Magerwiesen und Wacholderheiden etwa brauchen die Pflege von Schafen, die den Bewuchs kurzhalten. Oder den Einsatz von Menschen, wie den Mitarbeitenden des Landschaftspflegetrupps des Schwäbischen Albvereins mit ihren Freischneidern und Motorsägen.

Um Interessierten die artenreiche Landschaft des Teckbergs und die wichtige Arbeit der Landschaftspfleger nahezubringen, lädt der Schwäbische Albverein am Samstag, 15. April, zu einer etwa acht Kilometer langen naturkundlichen Wanderung mit Landschaftspflegeaktion ein. Die Teilnehmenden lernen dabei die artenreichen Trockenrasenflächen am Teckberg kennen und erfahren mehr über ihre Entstehung und ihren biologischen Wert. Auch werden Flächen zu sehen sein, die offensichtlich wieder verbuscht sind.

Unterwegs können die Teilnehmenden dann selbst Hand anlegen bei einer kleinen Landschaftspflegeaktion. Mit Rechen und Gabeln gilt es Schnittgut zusammenzutragen, damit es weggefahren werden kann. Zum Abschluss besteht die Möglichkeit bei der Schäferei Schmid in Owen gegen einen kleinen Unkostenbeitrag Lamm-Köstlichkeiten zu probieren.

Treffpunkt ist um 10 Uhr am Bahnhof in Owen/Teck. Ende der Veranstaltung ist etwa 16 Uhr. Anmeldung bitte bis zum 5. April unter naturschutz@schwaebischer-albverein.de oder telefonisch unter 0711 / 22585-14.

OG Sachsenheim bereitet Nisthilfen für den Nestbau vor

52 Nisthöhlen brauchten eine Grundreinigung. Sie hängen im Mettertal zwischen Kleinsachsenheim und Metterzimmern, beim Heiligenbergsee östlich von Häfnerhaslach sowie auf den städtischen Streuobstwiesen „Roden“ bei Großsachsenheim. Gepflegt werden Sie von der Albvereins-Ortsgruppe Sachsenheim.

Unter der fachkundigen Leitung von Naturschutzwart Helmut Mager machten sich Ehrenamtliche ans Werk und reinigten die unterschiedlichen Behausungen. Darunter Meisen-, Kleiber- und Fledermauskästen, Horissenkästen in Streuobstbäumen sowie Insektenhölzer.

Es war höchste Eisenbahn für die Aktion, denn die Vögel beginnen derzeit mit dem Nestbau. Aufgeregte Kohl- und Blaumeisen sowie Gartenrotschwänze suchen nach Nistmöglichkeiten. Nun kann man gespannt sein, welche Arten in der nun beginnenden Brutsaison in die Albvereinsnisthilfen einziehen.

Sie wohnen in Sachsenheim und Umgebung und wollen die Naturschutzarbeit des Albvereins dort unterstützen? Dann melden Sie sich doch bei Helmut Mager unter der Telefonnummer 07042 / 966177.

Naturkundliche Exkursion durch die Kulturlandschaften in Ammerbuch

Unter dem Titel „Wunderbare Kulturlandschaft“ bietet der Schwäbische Albverein am Sonntag, 12. März, eine Exkursion in Ammerbuch an. Es geht vorbei an Streuobstwiesen und Hecken, durch Agrarlandschaft und Wald. Jörg Dessecker, Gaunaturschutzwart des Albvereins, Landschaftspfleger und vor allem auch Naturgenießer gibt Einblicke in die Geschichte der Kulturlandschaften. Er diskutiert mit den Teilnehmenden über Naturschutz oder Waldwirtschaft und wie unsere über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft erhalten und gleichzeitig als Erholungsraum genutzt werden kann.

Treffpunkt für die etwa vierstündige Veranstaltung ist um 13:30 Uhr am Bahnhof Ammerbuch-Altingen. Anmeldung bitte unter naturschutz@schwaebischer-albverein.de

Flurputzede in Untermünkheim

Der Müll muss weg – auch bei schlechtem Wetter. Am Samstag, 25. Februar, trafen sich 40 fleißige Helferinnen und Helfer der Albvereins-Ortsgruppe Untermünkheim (Hohenloher Gau), des örtlichen Angelvereins, der Jugendfeuerwehr sowie weitere helfende Hände am Bauhof in Enslingen zur Flurputzede. Es galt im Kochertal und in Teilorten auf der Höhe Müll einzusammeln.

Bürgermeister Matthias Groh packte ebenfalls fleißig mit an, ebenso viele Kinder und Jugendliche. Vier Stunden lang sammelten die vielen Freiwilligen zwischen den Gemarkungsgrenzen von Gelbingen und Braunsbach jede Menge Fast-Food Verpackungen, Flachmänner, leere Flaschen und Gedränkedosen ein. Auch Autoreifen, Radkappen und Plexiglas-Abdeckungen lagen in den Landschaft. Sogar ein Flachbildschirm war dabei.

Zum Abschluss und als Dank an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer lud die Gemeinde nach der Arbeit zu Schnitzel mit Kartoffelsalat und erfrischenden Getränken ein.

Eine tolle Aktion! Die Natur dankt es. Herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer.

 

Mitmachen beim Tag der Artenvielfalt am 17. und 18. Juni

Ihre Albvereins-Ortsgruppe engagiert sich aktiv für den Natur- und Artenschutz? Dann machen Sie mit beim Tag der Artenvielfalt am 17. und 18. Juni. 
Mit dem landesweiten Aktionstag möchte der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V die heimischen Naturschätze erlebbar machen und die Themen Artenvielfalt und Artenkenntnis in den öffentlichen Fokus rücken.
Der Schwäbische Albverein ist Teil des LNV und ruft deshalb seine Ortsgruppen zum Mitmachen auf. Laden Sie die Menschen in Ihren Gemeinden und Kommunen zu Exkursionen, Vorträgen und sonstigen Veranstaltungen ein, um ihnen die Schönheit und den Wert der Artenvielfalt bei uns deutlich zu machen. Denn nur was man kennt, schützt man auch.
Melden Sie dann Ihre Veranstaltung bitte an unter https://tag-der-artenvielfalt-bw.de/fuer-veranstalter/. Sie erscheint dann auf der „Tag der Artenvielfalt“-Website. Der LNV unterstützt zudem alle, die mitmachen, mit Materialien wie Flyer oder Plakaten für die Werbung.
Wir würden uns über viele engagierte „Mit-Macher“ freuen!

LNV-Stiftung fördert Artenschutzprojekte – Jetzt Anträge einreichen!

Bis 30. April können ehrenamtliche Naturschützerinnen und Naturschützer sowie Vereine und Umweltgruppen bei der LNV-Stiftung wieder Projekte und Aktivitäten zur Förderung einreichen. In diesem Jahr geht es um den Erhalt der Biodiversität und unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Seit ihrer Gründung förderte die LNV-Stiftung weit über 350 Natur- und Umweltschutzprojekte. Das Spektrum reicht von der Unterstützung der Umweltbildung in Kindergärten und Schulen über Jugendeinsätze zur Landschaftspflege bis zu Hilfsmaßnahmen für Amphibien, Hirschkäfern, Schwalben und Mauerseglern.

Förderschwerpunkt im Jahr 2023 sind Aktionen, Projekte und Maßnahmen rund um das Thema Artenkenntnis und Artenschutz. Antragsfrist ist der 30. April 2023. Hier geht es zum Antragsformular.

Liebe Aktive in den Ortsgruppen, wenn Ihr in diesem Jahr noch Artenschutzmaßnahmen plant und dafür Geld benötigt, bewerbt Euch für die Förderung. Es lohnt sich!

 

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Jetzt bewerben für den Kulturlandschaftspreis 2023

Bis 30. April können sich Privatpersonen, Vereine und Initiativen, die sich in Württemberg vorbildlich um den Erhalt traditioneller Landschaftsformen kümmern, um den Kulturlandschaftspreis 2023 des Schwäbischen Heimatbunds bewerben.

Albvereins-Ortsgruppen unter den Preisträgern

In den vergangenen Jahren sind immer wieder Ortsgruppe des Schwäbsichen Albvereins mit dem Kulturlandschaftspreis ausgezeichnet worden. Etwa die OG Bonlanden für die Pflege der Wacholderheide Haberschlai, die OG Kohlberg für die Haltung von Ziegen zur Pflege von Magerrasen an Jusi und Florian oder die OG Sontheim/Brenz für den Erhalt von Streuobstwiesen und Hecken. Eine Bewerbung für den mit insgesamt über 10.000 Euro dotierten Preis lohnt sich also!

Vorbild sein und Kulturlandschaften erhalten

„Kulturlandschaften sind ein wichtiger Teil der Kulturgeschichte unseres Landes in all ihrer Vielfalt. Sie sind Zeichen für den bewussten und nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen. Sie stiften Identität und sind Teil unserer Heimat. Jeder, der sich um ihren Erhalt sorgt, ist Vorbild und verdient öffentliche Anerkennung“, erläutert Dr. Bernd Langner, Geschäftsführer des Schwäbischen Heimatbundes.

Besonderes Augenmerk richtet die Jury auf die Verbindung traditioneller Bewirtschaftungsformen mit innovativen Ideen, zum Beispiel zur Vermarktung der Produkte und zur Öffentlichkeitsarbeit. Im Fokus stehen aber auch Streuobstwiesen, Weinberge in Steillagen oder beweidete Wacholderheiden.

Ergänzt wird der Kulturlandschaftspreis mit dem mittlerweile traditionelle Jugend-Kulturlandschaftspreis, der mit 1.500 Euro dotiert ist. Das Preisgeld stellen der Sparkassenverband Baden-Württemberg sowie die Sparkassenstiftung Umweltschutz zur Verfügung.

Ein zusätzlicher Sonderpreis Kleindenkmale würdigt die Dokumentation, Sicherung und Restaurierung von Kleindenkmalen. Dazu können Gedenksteine, steinerne Ruhe­bänke, Feld- und Wegekreuze, Bachbrücken, Trockenmauern sowie Wegweiser oder Feldunterstände gehören. Preiswürdig kann auch die inhaltliche Aufbereitung in Ge­stalt eines Buches sein.

Annahmeschluss für ausschließlich schriftliche Bewerbungen im Format DIN A4 ist der 30. April 2023. Alle Infos zum Kulturlandschaftspreis sind unter www.kulturlandschaftspreis.de abrufbar. Die Verleihung findet im Herbst 2023 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung statt.

Förderantrag für Artenschutzprojekte stellen

Die LNV-Stiftung fördert auch 2023 wieder gute Ideen und Aktivitäten, die helfen, die Natur und die Artenvielfalt in Baden-Württemberg zu erhalten – sei es durch Biotopschutz, Umweltbildungsarbeit oder weitere konkrete Maßnahmen. 2023 sind vor allem Artenschutzprojekte gesucht. Förderanträge stellen können Personen oder Gruppen, die sich ehrenamtlich im Natur- und Umweltschutz engagieren.

Liebe Albvereins-Ortsgruppen: Nützt die Gelegenheit und stellt Förderanträge für Eure Artenschutzprojekte. Antragsschluss ist der 30. April 2023.

Hier alle Infos und Antragsunterlagen.

Landschaftspflege des Schwäbischen Albvereins gilt dem Natur- und Artenschutz

Immer wieder kommt es vor, dass unser Landschaftspflegetrupp Unverständnis erntet. Etwa wenn blühende Wiesen abgemäht, Hecken „rasiert“, Büsche und Bäume gefällt werden – und das auch noch in Naturschutzgebieten. Doch die Landschaftspflege des Schwäbischen Albvereins gilt dem Natur- und Artenschutz. Hier erklären wir Ihnen mehr.

Jörg Dessecker macht Tabula rasa. Das Visier seines Schutzhelms über die Augen gezogen, sägt sich der Leiter des Landschaftspflegetrupps des Schwäbischen Albvereins durch dichtes Weidengebüsch. Was wie ein willkürlicher Kahlschlag aussieht, ist Teil einer Landschaftspflegemaßnahme im Schopflocher Moor. „Die Weiden würden hier sonst alles zuwuchern“, erklärt Dessecker.

Sukzession zerstört typische Landschaften

Ein Traktor mit mannshohen Reifen zieht auf einem Weg am Rande des Moors einen großen Wagen heran. Mit einem kleinen Kran wird das Weidengebüsch aufgeladen. Die Weide ist eigentlich eine typische Gehölzart für die Gegend. Wird sie jedoch nicht in Schach gehalten, wuchert sie das Moor zu. Sukzession nennen das die Fachleute. Das gilt es zu verhindern, um die Streu- und Feuchtwiesen, die wertvoller Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten sind, und das charakteristische Landschaftsbild zu erhalten.

Landschaftspflege für den Artenschutz

Landschaftspflege ist ein wichtiger Bestandteil des Natur- und Artenschutzes. Auch in Naturschutzgebieten. Bei Landschaftspflegetagen kann es dort dann sehr geschäftig zugehen – wie im vergangenen Oktober im Schopflocher Moor, wo mehr als 80 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mitarbeiteten, auch auf Flächen, die normalerweise nicht betreten werden sollen.

Kritische Anfragen zu Landschaftspflegemaßnahmen

„Vor allem wenn es um die Heckenpflege geht, bekommen wir immer wieder kritische Anfragen“, berichtet Naturschutzreferentin Meike Rau. Hier sind Eingriffe nämlich sehr deutlich sichtbar. „Auf Stock setzen“ nennen es Fachleute, wenn eine Hecke so stark zurückgeschnitten wird, dass im Grunde nicht mehr viel davon übrig ist. „Das ist notwendig, um die Hecke zu verjüngen und zu erhalten“, erklärt Rau. Damit die Heckenbewohner wie Insekten und Vögel trotzdem ihren Lebensraum behalten, gehe man beim Verjüngen in Abschnitten vor. Und auch eine schöne Blumenwiese wird nicht ohne Grund gemäht, erklärt Rau weiter. So werden etwa bestimmte Gräser und andere Pflanzen vor dem Aussamen entfernt, damit sie sich nicht weiter vermehren und seltene Arten verdrängen.

Wird die Landschaft sich selbst überlassen, entsteht ein neuer Wald

Generell gilt: Das Ziel aller Landschaftspflegemaßnahmen ist immer, die Kulturlandschaft zu erhalten und artenreiche Flächen zu pflegen. Denn „Natur pur“ gibt es in Deutschland so gut wie nirgends mehr. Wacholderheiden, auf die man auf der Schwäbischen Alb so stolz ist, sind im Laufe der Jahrhunderte durch intensive Schafbeweidung entstanden. Weideflächen mit ihrem Magerrasen auf der Albhochfläche oder im Heckengäu sind alte Kulturlandschaften, ebenso wie die Wiesentäler im Schwäbisch-Fränkischen Wald. Die reiche Kulturlandschaft, die wir heute sehen, ist letztlich ein Produkt menschlicher Wirtschaftsweise. Und sie ist Heimat für viele – auch seltene – Pflanzen und Tiere. Wird sie sich selbst überlassen, würde ein Wald entstehen.

 

Typische Kulturlandschaften als Lebensraum seltener Arten

Im 20. Jahrhundert sind viele dieser typischen Kulturlandschaften verloren gegangen. Artenreiche Magerwiesen sind nicht lukrativ in der Bewirtschaftung, da sie seltener gemäht werden dürfen als Wirtschaftswiesen. Auch die Schäferei ist als Hauptberuf kaum noch ein einträgliches Geschäft. Die Folge: Wacholderheiden verbuschen, Wiesentäler wachsen zu. Das Landschaftsbild verändert sich. Lebensräume gehen verloren, die viele Arten brauchen. Die Silberdistel zum Beispiel, viele Orchideenarten und andere Wiesenblumen, seltene Schmetterlinge, Wildbienen oder Eidechsen. Hier greift die Landschaftspflege ein.

Landschaftspflegetrupp kümmert sich um Albvereins-Naturschutzflächen

Der Schwäbische Albverein sträubt sich gegen diese Entwicklung. Seit vielen Jahrzehnten hat der anerkannte Naturschutzverband für den Natur- und Artenschutz wichtige Flächen erworben. Dazu gehören Wälder, Wacholderheiden, Magerwiesen, Hecken und Feldreine oder eben auch große Teile des Schopflocher Moors. Seit 1993 unterhält der Verein einen eigenen, hauptamtlichen Landschaftspflegetrupp mit Jörg Dessecker als Leiter. Das vierköpfige Team bestehend aus zwei Landschaftsgärtnern und zwei FÖJlern oder Bundesfreiwilligendienstleistende kümmert sich um die Albvereinsflächen, unterstützen die Ortsgruppen bei ihrem ehrenamtlichen Engagement im Naturschutz und gehen den Kommunen im Ländle zur Hand, wenn diese Unterstützung anfordern.

Weitere Informationen über unsere Landschafts- und Biotoppflege