Bis 30. April können sich Privatpersonen, Vereine und Initiativen für den Kulturlandschaftspreis 2026 des Schwäbischen Heimatbunds bewerben. Gefördert werden langfristige Projekte zum Erhalt traditioneller Landschaftsformen.
Vorbild sein und Kulturlandschaften erhalten
„Kulturlandschaften sind ein wichtiger Teil der Kulturgeschichte unseres Landes in all ihrer Vielfalt. Sie sind Zeichen für den bewussten und nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen. Sie stiften Identität und sind Teil unserer Heimat. Jeder, der sich um ihren Erhalt sorgt, ist Vorbild und verdient öffentliche Anerkennung“, erläutert Dr. Bernd Langner, Geschäftsführer des Schwäbischen Heimatbundes.
Preiswürdig sind laut Ausschreibung, Bewirtschaftungs- und Pflegemaßnahmen, die bewirken, dass sich Kulturlandschaft lebendig, landschaftsprägend und nachhaltig weiterentwickelt. Dazu gehört zum Beispiel die traditionelle Bewirtschaftung von Mähdern der Albhochfläche, die Erhaltung und Pflege von Wacholderheiden, Heckenlandschaften, Alleen oder Streuobstwiesen, die Sicherung und fachgerechte Instandsetzung von Trockenmauern in Weinbergen oder ehemaligen Weinbergen oder Staumauern, die Bewahrung und Pflege alter geschichtsträchtiger Wege, die Vermarktung von Erzeugnissen aus Streuobstwiesen usw.
Ergänzt wird der Kulturlandschaftspreis mit dem Jugend-Kulturlandschaftspreis, der mit 1.500 Euro dotiert ist. Das Preisgeld stellen der Sparkassenverband Baden-Württemberg sowie die Sparkassenstiftung Umweltschutz zur Verfügung.
Ein zusätzlicher Sonderpreis Kleindenkmale, dotiert mit 500 Euro, würdigt die Dokumentation, Sicherung und Restaurierung von Kleindenkmalen. Dazu können Gedenksteine, steinerne Ruhebänke, Feld- und Wegekreuze, Bachbrücken, Trockenmauern sowie Wegweiser oder Feldunterstände gehören. Preiswürdig kann auch die inhaltliche Aufbereitung in Gestalt eines Buches sein.
Annahmeschluss für ausschließlich schriftliche Bewerbungen im Format DIN A4 ist der 30. April 2026. Hier gibt es alle Infos zum Kulturlandschaftspreis.
Die Verleihung findet im Herbst 2026 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung statt.
Albvereins-Ortsgruppen unter den Preisträgern
In den vergangenen Jahren sind immer wieder Ortsgruppe des Schwäbsichen Albvereins mit dem Kulturlandschaftspreis ausgezeichnet worden. Etwa die OG Bonlanden für die Pflege der Wacholderheide Haberschlai, die OG Kohlberg/Kappishäusern für die Haltung von Ziegen zur Pflege von Magerrasen an Jusi und Florian oder die OG Sontheim/Brenz für den Erhalt von Streuobstwiesen und Hecken. Die Hauptpreisträger erhalten jeder 1.500 Euro. Bewerben lohnt sich also!

