Schutzgebiete

Schwellenweg durch das Naturschutzgebiet Schopflocher MoorIm Naturschutzgebiet Schopflocher MoorIm Naturschutzgebiet Köpfertal

Naturschutzgebiete (§ 26 NatSchG):

Gebiete, in denen in besonderem Maße der Schutz von Natur und Landschaft zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung von Biotopen sowie von Lebensgemeinschaften bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten notwendig ist, werden als Naturschutzgebiete gesichert. Die Ausweisung von Naturschutzgebieten erfolgt durch die höheren Naturschutzbehörden per Rechtsverordnung. Naturschutzgebiete sind wertvolle Landschaftsräume. Pflanzen und Tiere können sich hier  ungestört entfalten. Betreten ist nur auf ausgewiesenen Wegen erlaubt.

Landschaftsschutzgebiete (§ 29 NatSchG):

In Landschaftsschutzgebieten soll die Leistungsfähigkeit eines ausgewogenen Naturhaushaltes gewährleistet oder wieder hergestellt werden, die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter soll erhalten bleiben oder verbessert werden. Ziel der Verordnung: Die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaft und der Erholungswert für die Allgemeinheit soll erhalten, gesteigert oder wieder hergestellt werden. Im Landschaftschutzgebiet soll das Betreten der Landschaft und die land- und forstwirtschaftliche Nutzung nicht eingeschränkt werden.

Naturdenkmale (§ 31 NatSchG):

Als Naturdenkmal können sowohl Einzelgebilde, wie Bäume oder Flächen bis zu fünf Hektar Größe ausgewiesen werden. Ihr Schutzstatus ist mit dem eines Naturschutzgebietes vergleichbar.

Biosphärengebiete (§ 28 NatSchG):

Biosphärengebiete sind großräumige Kulturlandschaften, die es zu erhalten, zu fördern und zu entwickeln gilt. Biosphärengebiete sind Modellregionen, in denen Aktivitäten aus Wirtschaft und Tourismus  in Einklang mit den Belangen von Natur und Umwelt gebraucht und weiterentwickelt werden. Beispiel ist das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Biosphärengebiete werden in Kern-, Pflege- und Entwicklungszonen eingeteilt.

Natura 2000

Natura 2000 ist eine europäische Naturschutzkonzeption auf Grundlage der  ehemaligen Vogelschutzrichtlinie aus dem Jahr 1979 und der FFH-Richtlinie (Flora/Fauna/Habitat) aus dem Jahr 1992. Die Staaten der Europäischen Union haben sich mit der Naturschutzkonzeption Natura 2000 die Erhaltung der biologischen Vielfalt und damit die Bewahrung des Naturerbes in Europa zum Ziel gesetzt

Nationalparks (§ 27 NatSchG):
Diese sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz definiert (§ 24 Bundesnaturschutzgesetz) und können nur durch Gesetz errichtet werden. Sie sind einheitliche und großräumige Gebiete, die überwiegend die Voraussetzungen eines Naturschutzgebietes erfüllen.  Insgesamt befinden sie sich in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand. Sie dienen in erster Linie der  Erhaltung von Tier- und Pflanzenarten.