Neu: Informationstafel am Limes-Biotop bei Mainhardt

Am Freitag 13.4.2018 wurde eine naturkundliche Info-Tafel am Limes-Biotop aufgestellt. Die Tafel informiert Spaziergänger und Wanderer über das 2003 angelegte Biotop und die Pflegemaßnahmen, die bereits seit 15 Jahren hier ununterbrochen stattfinden. Zusammen mit der Ortsgruppe Mainhardt des Schwäbischen Albvereins, dem Vorsitzenden Helmut Fischer und dem örtlichen Bürgermeister Damian Komor wurde die Info-Tafel am Biotop offiziell enthüllt und eingeweiht. Die Tafel war vom Grafiker Wolfgang Lang gestaltet worden. Gesponsert wurde sie von der Gemeinde Mainhardt und der VR-Bank.

Entstehung des Biotops:

Das Biotop am Limeswanderweg wurde in den Jahren 2001/2002 als Ausgleichsmaßnahme für ein Gewerbegebiet nach Plänen des Umweltzentrums Kreis Schwäbisch Hall e.V. angelegt. 2003 hatte die Schwäbische Albvereinsjugend Mainhardt auf Anregung des Gemeinderats und des Albvereinsmitglieds Tilman Schoch die Patenschaft für das Biotop übernommen. Damals beinhaltete die Pflegeaktion die Anlage eines kleinen Teichs, die Erstbepflanzung mit ca. 200 Sträuchern und einigen Bäumen, Nachpflanzungen, Anlegen von Lesesteinhäufen, Bau und Aufstellen von Wildbienenstationen und Nisthilfen für Vögel, vor allem aber auch die jährlichen Mäharbeiten. Aus den Jugendlichen, die damals aktiv in der Landschaftspflege tätig waren, sind heute engagierte Erwachsene geworden. Aber da die Jugendarbeit beim Mainhardter Albverein durchgängig erfolgreich stattfindet, sind es heute andere Kinder und Jugendliche, die sich betätigen und nebenbei auch Einiges über den praktischen Naturschutz lernen. Die Albvereinsjugend bekommt bei ihrer Arbeit wie schon früher Unterstützung durch Erwachsene aus dem Albverein und teilweise auch von ortsansässigen Landwirten.

Ortgruppe hilft Kröten über die Straße

Rechtzeitig mit den ansteigenden Temperaturen des Frühlings startet die Amphibienwanderung. Frösche, Kröten und Molche kommen aus ihren Winterquartieren und marschieren Richtung Laichgewässer. Da es nicht überall Amphibiendurchlässe gibt, müssen Schutzzäune aufgebaut und Nacht für Nacht kontrolliert werden. Die Ortsgruppe Mainhardt geht seit vielen Jahren mit gutem Beispiel voran.

Seit etwa 20 Jahren engagiert sich die Ortsgruppe Mainhardt gemeinsam mit anderen Naturschützern rund um die Region Egelsee bei Mainhardt-Bubenorbis. In den ersten Jahren musste entlang der Bundesstraße, an der sich heute ein stationärer Krötenzaun befindet, ein mobiler Körtenzaun aufgebaut werden. An den Landesstraßen direkt beim See und Richtung Maibach müssen von Anfang an bis heute zusätzlich jeden Abend Straßenabsperrungen aufgestellt und am Morgen wieder entfernt werden. Außerdem sind weite Strecken, an denen eine Absperrung nicht möglich ist, zu Fuß bei Nacht zu kontrollieren und die Amphibien müssen eingesammelt und zum See gebracht werden. Jedes Jahr beteiligt sich auch die Albvereinsjugend Mainhardt an den Wochenenden an der Aktion.

Freiwillige Helfer werden dürfen sich gerne melden bei Renate Fischer, Tel. 07903/2237

Was sind Spurenstoffe? Und was geht mich das an?

Diese Fragen werden im Flyer Spurenstoffe des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg klar und verständlich beantwortet.

Schließlich soll jeder dazu beitragen, dass weniger Chemikalien in unsere Umwelt gelangen und auf diese Weise Lebewesen schädigen können und sich in der Nahrungskette anreichern.

Der Flyer Spurenstoffe, an welchem sich auch der Schwäbische Albverein beteiligt hat, kann beim Referat Naturschutz angefordert werden:
E-Mail: naturschutz@schwaebischer-albverein.de

Schäfer brauchen Unterstützung

Schafbeweidung trägt unglaublich viel zu Artenschutz und Artenvielfalt bei. Schafe halten durch Beweidung die Landschft offen, ein Beispiel sind Wacholderheiden. Zudem werden viele Samen über ihre Wolle verbreitet.

Die wenigen Wanderschäfer, die es noch gibt, haben einen schweren Stand in unserer Gesellschaft. Trotz der ganzen Verantwortung für die Tiere und die Landschaft in einem äußerst zeitaufwändigen Job müssen sie um ihre Existenz fürchten.

Nun wurde eine Petition unter dem Titel “Rettet die letzten Schäfer Deutschlands – Weidetierprämie jetzt” an die Agrarministerkonferenz gestartet: 

https://www.change.org/p/rettet-die-letzten-sch%C3%A4fer-innen-deutschlands-ein-traditionsberuf-am-ende-sch%C3%A4fereiretten

Der Schwäbische Albverein hat großes Interesse daran, die Schäferei erhalten zu helfen und unterstützt diese Petition.

Broschüre Blumenwiesen liegt vor

Blumenwiesen bei St. Johann-Ohnastetetten, Kleiner Bühl

Seit kurzem ist die aufschlussreiche und eindrucksvoll bebilderte Broschüre „Blumenwiesen – buntblühende Pracht“ online oder kann auch als Infomaterial über den Albvereins-Shop bestellt werden.

Was sind Blumenwiesen, wie sind sie entstanden, wie kann man sie schützen?

Lesen Sie selbst, hier geht es zur Online-Broschüre.

Zwei neue Naturbeauftragte im Amt

Seit Januar hat der Schwäbische Albverein zwei weitere Naturbeauftragte: Dr. Wolfgang Wohnhas und Manfred Hagen. Ihre Vorstellung erfolgt in den Blättern des Schwäbischen Albvereins, Heft 2/2018.

Lebensraum für Insekten

In den vergangenen Monaten häuften sich Meldungen zum Thema Insektensterben. Die Gründe dafür sind vielschichtig.

Mögliche Ursachen des Insektensterbens

Da ist zunächst der Flächenverbrauch für Wohnungen, Industrie und Verkehr. Außerdem gab es in den vergangenen Jahrzenten einen gravierenden Strukturwandel in der Landwirtschaft von vielen kleinbäuerlichen Betrieben hin zu wenigen Großbetrieben mit entsprechend großen Maschinen. Das führte im Ackerbau zu immer mehr großflächigen Monokulturen zum Beispiel von Mais und dem damit verbundenen Einsatz von Pestiziden und Insektiziden. Und dazwischen breite asphaltierte Wege ohne Feldraine. Die Wiesen wurden früher im Juni gemäht, um Heu zu machen, heute werden sie bereits im Mai gemäht zur Silagebereitung. Dadurch werden viele unserer Wiesenblumen vor oder während der Blüte gemäht und damit verdrängt. Extensiv zu bewirtschaftende Flächen wie Steillagen, Magerwiesen, Wacholderheiden werden oft gar nicht mehr gemäht oder beweidet und verbuschen. Wichtige Lebensräume für Insekten gehen verloren!

Der Albverein erhält Kulturlandschaften

Da setzt die Arbeit des Schwäbischen Albvereins an: Alte Kulturlandschaften mit ihrer Artenvielfalt sollen als Lebensraum für Insekten wie Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und Käfer ebenso wie für Eidechsen, Vögel und andere Lebewesen erhalten werden. So pflegen die freiwilligen Helfer beispielsweise Wacholderheiden, indem sie diese einmal im Jahr mähen und freischneiden und so vor Verbuschung schützen. Damit kann u.a. das Vorkommen des heute sehr seltenen Wiesenknopf-Bläulings gesichert werden.

Blumenwiese unterm Uhlbergturm

Ein Vorzeige-Projekt in Sachen „Lebensraum für Insekten“ ist ein Grundstück unterhalb des Uhlbergturms, Teil eines aufgegebenen Weinbergs. Der Albverein (OG Plattenhardt) versucht seit ein paar Jahren die rund zehn Ar große Fläche als Blumenwiese zu erhalten. Dazu wird die Wiese nur einmal im Jahr gemäht, und zwar erst nach dem Verblühen der meisten Blumen also Ende August/Anfang September. Mit dem Erfolg, dass auf der relativ kleinen Fläche inzwischen über 60 verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen wurden, darunter auch die streng geschützte Bienen-Ragwurz und das seltene Tausendgüldenkraut. Außerdem leben auf dieser Wiese mehrere Individuen der ebenfalls streng geschützten Zauneidechse.

Informationstafeln für Besucher

De facto liegt die Wiese im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Freizeitnutzung. Am Wochenende ist sie vor allem bei Familien mit Kindern beliebt, ein alter Weißdorn dient schon seit Generationen als Kletterbaum für Kinder. Wenn man als Naturschützer dann die empfindliche Bienen-Ragwurz oder die Eidechsen sieht, dann liegt es nahe, ein Betretungsverbot auszusprechen und die Wiese einzuzäunen. Andererseits ist man sich beim Albverein im Klaren darüber, dass allein mit dem Erhalt dieser kleinen Blumenwiese die Insektenwelt nicht gerettet werden kann. Deshalb will die Ortsgruppe Plattenhardt über die zum Erhalt der Blumenwiese nötigen Pflegemaßnahmen hinaus die vielen Besucher über ihre Arbeiten und die ökologische Bedeutung solcher Refugien informieren, Interesse wecken und für das Thema Artenschutz sensibilisieren. Eine Informationstafel mit Abbildungen von über 50 auf der Wiese wachsenden Blumen soll die Besucher anregen, selbst zum Erhalt solcher Biotope beizutragen.

Bericht von Dieter Striebel, Naturschutzwart der Ortsgruppe Plattenhardt
Quelle: Wanderzeit des Deutschen Wanderverbands (März 2018)

Baumpflege nahe Nägelehaus abgeschlossen

Wer kennt nicht das auffallende Kiefernwäldchen oberhalb des Nägelehauses bei Albstadt-Onstmettingen? „Hier sind in den letzten Jahren immer wieder dünnere dürre Äste von den Kiefern abgebrochen, zum Teil in unmittelbarer Nähe von Sitzbänken und vom Kinderspielplatz“, erklärt Naturexperte Reinhard Wolf. Eine genaue Sichtung des auf Albvereinseigentum stehenden Wäldchens zusammen mit dem Forstamt des Zollernalbkreises im vergangenen Jahr hat ergeben, dass nun auch dickere Äste dürr und mehrere Bäume sogar ganz im Absterben begriffen waren. „In einem „normalen Wald“ überlässt man derartiges Totholz den Insekten, an einer so viel begangenen Stelle wie dem Gelände zwischen Nägelehaus und Raichbergturm kann man das nicht verantworten“, so der ehemalige Vize. Revierförsterin Annette Schmid habe deshalb im Auftrag des Albvereins eine Spezialfirma beauftragt, das Erforderliche zu tun, um die Verkehrssicherungspflicht zu gewährleisten: Ein rundes Dutzend Bäume wurde Anfang Februar entfernt, an einem weiteren Dutzend wurde von Baumkletterern das Dürrholz entfernt (siehe Bild).Der Eingriff wurde so gering wie möglich gehalten. 

 

 

Wettbewerb zur Artenvielfalt – Machen Sie mit!

Katharina Heine: Ehrenpreis und Schachbrettfalter

Die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg schreibt zum 19. Mal den Landesnaturschutzpreis aus. Der Wettbewerb steht unter dem Motto „Hummel, Has‘ und Salamander – Vielfalt geht nur miteinander!“.

Ortsgruppen, die besondere Initiativen oder Aktivitäten zum Erhalt von Arten und Lebensräumen am Laufen oder auch schon abgeschlossen haben, können mitmachen. Es lohnt sich!

Der Landesnaturschutzpreis ist mit insgesamt 20.000 € dotiert und wird in der Regel mehreren Preisträgerinnen und Preisträgern verliehen.

Bis zum 1. August 2018 ist eine Bewerbung über die Unteren Naturschutzbehörden möglich.

Bewerbungsunterlagen und Flyer finden Sie hier

„Im Einsatz für die Natur“ 2018

 Frühlingsenzian, Foto: Katharina Heine

Das neue Programm „Im Einsatz für die Natur“ 2018 liegt jetzt vor und kann in der Hauptgeschäftsstelle des Schwäbischen Albvereins in Stuttgart abgeholt oder als Infomaterial bestellt werden.

Seit Jahren setzt sich der Schwäbische Albverein für die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege ein. Seit 1994 ist der Albverein anerkannter Naturschutzverband. In diesem Heft werden alle naturkundlichen Wanderungen, Lehrgänge und Veranstaltungen vorgestellt, ein spannendes Angebot erwartet Sie!

Den Flyer zum Durchklicken und ebenso als Download finden Sie hier