Ortsgruppe Waldstetten bei der Landschaftspflege vorbildlich

Llandschaftspflege am Zuckerhütle, Foto: Josef Ziller Landschaftspflege OG Waldstetten, Foto: Josef Ziller Bei der Reiterleskapelle, Foto: J. Ziller

Die Ortsgruppe Waldstetten betreut landschaftspflegerisch die Biotope Stuifen (Süd), Schönbergle und Reiterleskapelle. Das Gelände beim Franz-Keller-Haus auf dem Kalten Feld wird ebenfalls von der Ortsgruppe Waldstetten gepflegt.

Das Schönbergle ist ein weithin sichtbares Naturdenkmal zwischen Stuifen und Rechberg, inmitten der Drei-Kaiser-Berge. „Die Aufgaben sind in erster Linie das Freihalten von Wacholderheiden, die nicht mehr oder nur noch selten durch Schäfer beweidet werden“, erklärt Harald Ziller, Vorstand der Ortsgruppe Waldstetten. „Letztes Jahr haben wir auch im Wacholderbestand einige Auflockerungen vorgenommen, um insbesondere die trockenen sonnenbeschienenen Magerrasenflächen für die seltenen Insekten zu erhalten“.

Eine weitere Aufgabe ist die Pflege und Freihaltung der Landschaft rund um die sagenhafte Reiterleskapelle. Diese ist ein Wahrzeichen von Waldstetten und der Ostalb und somit ein Besuchermagnet.

Im Druchschnitt sind 12-15 Helfer bei den jeweiligen Pflegeeinsätzen dabei. Als Motivation dient ein zünftiges Vesper. Wichtig zu erwähnen ist die gute Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und dem Bauhof. „Wir bekommen Ausrüstung und ggf. technische Unterstützung“, so Harald Ziller.

Eine Linde für unseren langjährigen Naturschutzreferenten

Pflanzen der Breuningerlinde, Foto: M. Rau Eine Linde zu Ehren des ehemaligen Naturschutzreferenten, Foto: M. Rau Werner Breuninger neben seiner frisch gepflanzten Linde, Foto: M. Rau

Am 20.November 2017 wurde zu Ehren unseres langjährigen Naturschutzreferenten Werner Breuninger, der Ende Juli 2016 in den wohlverdienten Ruhestand wechselte, eine Linde gepflanzt. Die Baumpflanzung erfolgte am „Kirchlesberg“, einem Vereinsgrundstück nahe Eningen. Die Linde wurde unter Beisein des Präsidenten, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, der beiden Vizepräsidenten Thomas Keck und Hansjörg Schönherr sowie der Hauptgeschäftsführerin Annette Schramm gesetzt. Neben weiteren geladenen Gästen war auch der Bürgermeister der Gemeinde St. Johann-Würtingen, Florian Bauer, zugegen.

13. Naturschutztag: Artenschutz geht nur gemeinsam

Beim 13. Naturschutztag des Schwäbischen Albvereins, der sich mit dem Thema „Natur- und Artenschutz in der Feldflur“ beschäftigte, war die Resonanz groß: Mehr als 160 Besucher waren in die Musikhalle nach Ludwigsburg gekommen und wurden mit sehr ambitionierten Vorträgen belohnt. Unter den Referenten war auch Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Daneben auch ein Landwirt und weitere aktive Naturschützer. Eine Zusammenfassung des Naturschutztags finden Sie hier.

Vizepräsident Schönherr eröffnet den Naturschutztag, Foto: S. Wächter Andre Baumann spricht über Wacholderheiden und Schäferei, Foto: S. Wächter Staatssekretär Andre Baumann und Vizepräsident Hansjörg Schönherr

Teresa Pleger, Oliver Rockstroh vom Pflegetrupp, Foto: S. Wächter Michael Eick, NABU Fellbach, Foto: S. Wächter Dank an die ehrenamtlichen Silberdistelkartierer, Foto: S. Wächter

Mittagspause in der Musikhalle, Foto: S. Wächter Landwirt Lillich und Naturschutzexperte Reinhard Wolf im Zwiegespräch, Foto: S. Wächter Moritz Mayer und Sylvia Metz zum Thema Silberdistel, Foto: S. Wächter

Flyer gibt Auskunft zu Naturschutzprojekt in Langenburg

Langenburg, Foto: R. Wolf

Stadt und Schloss Langenburg liegen seit jeher in malerischer Idylle am Berghang. Doch seit Mitte des letzten Jahrhunderts drohen Wald und Gestrüpp den Südhang in einen Dornröschenschlaf zu versenken. Besonders gravierend wurde die Situation in den 90er Jahren. Der Schwäbische Albverein hat im Jahr 2014 drei Hektar des Burgberghangs auf 25 Jahre gepachtet (ein großzügiges Vermächtnis hatte dies möglich gemacht) und ist seitdem in der Lage, die wertvolle Kulturlandschaft mit ihrem offenenen Landschaftsbild zu erhalten. Zug um Zug wurden Brombeeren und aufkommende Gehölze  zurückgedrängt. Auch wurden Trockenmauern und Treppen  repariert.

Wie sich dieses vorbildliche Naturschutzprojekt aktuell darstellt und weiterentwickelt, können Sie in der neu erschienenen Broschüre „Der Schlossberg in Langenburg“ nachlesen. Diese können Sie beim Naturschutztag am 18. November 2017 druckfrisch mit nach Hause nehmen.

Flyer Langenburg als PDF

Viele engagierte Helfer beim 7. Landschaftspflegetag

Reisighaufen am Rande des Moors, Foto: M. Rau Landschaftspflegetag Schopflocher Moor, Foto: M. Rau Hänger beim Landschaftspflegetag, Foto: M. Rau

Zum siebten Landschaftspflegetag im Schopflocher Moor, welchen der Schwäbische Albverein gemeinsam mit dem Naturschutzzentrum Schopflocher Alb und dem Regierungspräsidium Stuttgart veranstaltet hat, waren am Samstag, 14. Oktober 2017,  über 60 Teilnehmer gekommen. Darunter viele Albvereinsmitglieder und Freunde des Teck-Neuffen-Gaus.

Auch der Lenninger Bürgermeister Michael Schlecht, Albvereinspräsdent Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Landrat Heinz Eininger und Staatssekretär Andre Baumann waren mit von der Partie.

Die hoch motivierten Helfer arbeiteten bei strahlenden Sonnenschein an verschiedenen Stellen des Schopflocher Moors und entfernten Gehölz und Gebüsch. Nur so kann die Landschaft offen gehalten werden und die Bodenpflanzen der mageren Wiesen erhalten  genügend Licht.

Das Schopflocher Moor ist das einzige Hochmoor auf der Schwäbischen Alb und aufgrund seiner seltenen Flora und Fauna besonders schützenswert.

Apfelsaftwochen – Mitmachen und Spaß haben

Saftpresse, Foto: Albvereinsjugend

Die Apfelsaftwochen sind eine Aktion der Schwäbischen Albvereinsjugend, die auch für Familiengruppen geeignet ist. Sie finden in diesem Jahr zwischen 22. September und 23. Oktober statt. Dabei sollen Kinder und Jugendliche Äpfel und Birnen von Streuobstwiesen einsammeln und zu Saft pressen lassen. Damit tragen sie zum Erhalt der wertvollen Biotope bei. Aufgrund der zu erwartenden Ernteausfälle durch Frostschäden, ist es umso wichtiger, soviel Streuobst wie möglich einzusammeln und zu Saft pressen zu lassen. Der Abnahmepreis ist vermutlich höher als im Vorjahr. Etikette für die Saftflachen gibt es bei der Jugendgeschäftsstelle. Jede Gruppe bestimmt, ob sie den Saft verkauft, verschenkt oder selbst trinkt.

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Bitte mitmachen

Ortsgruppen sind aufgerufen, entsprechende naturkundliche Angebote zu machen. Je mehr, desto besser. Der Erhalt von Obstwiesen und die Vermarktung regionaler Produkte sind nachhaltige Ziele, die der Schwäbische Albverein mit solchen Aktionen unterstützt.

Preise für die coolsten Fotos

Außerdem gibt es für die originellsten Fotos, die während der Apfelsaftwochen gemacht werden, folgende Preise zu gewinnen:

1. Preis: Gutschein über Materialien für die Gruppenarbeit im Wert von 75 €
2. Preis: Gutschein über Materialien für die Gruppenarbeit im Wert von 50 €
3. Preis: Gutschein über Materialien für die Gruppenarbeit im Wert von 25 €

Teilnahmeberechtigt sind alle Jugend- und Familiengruppen des Schwäbischen Albvereins.

Wettbewerbsbeiträge mit dem Kennwort „Apfelsaft“ per E-Mail an . Einsendeschluss: 30.11.2017

Vorbildliches Naturschutzprojekt der OG Wangen

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Die Ortsgruppe Wangen hat seit dem Jahr 2005 ein vorbildliches Naturschutzprojekt am Laufen: Regelmäßig entfernen engagierte Mitglieder das invasive Indische Springkraut (lat. Impatiens glandulifera). Der Neophyt – auch Drüsiges Springkraut genannt – gilt als Bedrohung für andere Pflanzenarten.

Zuerst wurde das Naturschutzgebiet Fronwiesen ins Visier genommen. Dort hatte das Springkraut bereits ein richtiges Blumenmeer gebildet. Die Ortsgruppe war dort drei Jahre lang mit 15 Personen im Einsatz. Mittlerweile sind weitere Einsatzgebiete hinzugekommen.

Die zum Teil sehr großen Flächen konnten zum Teil nur mit der Sense bearbeitet werden. Neben dem Entfernen der unerwünschten Eindringlinge, kontrolliert die Ortsgruppe die Gebiete in regelmäßigen Abständen, um gleich eingreifen zu können, wenn das Springkraut wieder überhandnimmt.

Die Ortsgruppe Wangen, ebenso wie auch andere Ortsgruppen, würden sich freuen, wenn sie weitere fleißige Helfer für derartige Aktionen zusammenfinden würden.

Kulturlandschaftspreis für OG Sontheim

Obstwiese, R. Wolf

Die Naturschutzgruppe der OG Sontheim an der Brenz (Kreis Heidenheim) gehört zu den diesjährigen Preisträgern des Kulturlandschaftspreises des Schwäbischen Heimatbunds. Gewürdigt werden damit zahlreiche Pflegeaktionen, die Neuanlage von Streuobstwiesen und Heckenpflanzungen, das Aufstellen von Wildbienenhäusern und Informationstafeln zur Kulturlandschaft. Seit rund 25 Jahren ist die Naturschutzgruppe in der Pflege der Kulturlandschaft aktiv, seit sie 1993 eine Streuobstwiese mit 42 Hochstämmen alter und resistenter Sorten anlegte. Ergänzt durch eine Wind- und Vogelschutzhecke ist die Wiese heute ein Paradebeispiel für die Kombination aus Landnutzung und Naturschutz. Weitere Bäume, darunter auch ein Maulbeerbaum, ein Speierling sowie Wildäpfel und -birnen, runden das Engagement ab. Dazu gehören auch ein Wildbienenhaus, Wildblumenflächen sowie Informationstafeln zum Streuobstanbau. Es versteht sich von selbst, dass die Pflege der Bäume von beispielhafter Qualität ist. Im Laufe der Jahre sind so 7.500 ehrenamtliche Arbeitsstunden zusammengekommen.

Weitere Informationen und Preisträger hier

Exkursion durch die besondere Landschaft des Randecker Maars

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Bei der kleinen Wanderung unter dem Titel „Erkundung eines ehemaligen Vulkanschlots“ am 8. Juli 2017 durch das Randecker Maar ging es um die besondere Geologie des Areals sowie um die Flora und Fauna. Naturschutzexperte und Ehrenmitglied Reinhard Wolf leitete die Gruppe. Er erklärte beispielsweise den so genannten „Kirchheim-Uracher Vulkanismus“ und seine heute noch sichtbaren Reste, insbesondere die auffallende Kesselform des Randecker Maars. Er machte auch auf die Flora der Mähwiesen und der Wacholderheiden aufmerksam. Die beiden Naturschutzreferentinnen Katharina Heine und Meike Rau waren ebenfalls mit vor Ort.

Reinhard Wolf verwies auf die unterschiedliche Heckenstruktur (u.a. Schlehen-, Wildrosen-, Holunderhecken) und deren ökologische Bedeutung und er betonte die Wichtigkeit der Pflegemaßnahmen durch den Schwäbischen Albverein.

Das Randecker Maar wird vom Schwäbischen Albverein seit vielen Jahren im Zweijahresrhythmus gepflegt: Der Pflegetrupp ist dann mit jeweils rund 100 Ehrenamtlichen im Einsatz.

Schlossberg in Langenburg – Albverein hilft beim Erhalt einer Idylle

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Schloss und Städtchen Langenburg im Landkreis Schwäbisch Hall, hoch über dem Jagsttal und in traumhafter Aussichtslage gelegen, sind immer einen Besuch wert. Und seit 2014 hat der Langenburger Südhang  eine ganz besondere Bedeutung für den Schwäbischen Albverein. Ein großzügiges, zweckgebundenes Vermächtnis eröffnete dem Verein die Möglichkeit, das in historischer und naturkundlicher Hinsicht bedeutsame Areal zu pflegen und zu erhalten .

Undurchdringliches Brombeergestrüpp, die massive Ausbreitung von Robinien und das Vordringen des Waldes von allen Seiten waren in den letzten Jahrzehnten erschreckend schnell voran geschritten und hatten den Südhang in einen „Dornröschenschlaf“ versetzt (siehe auch Sonderbeilage in den Blättern des Schwäbischen Albvereins/Heft 1/2015).

Inzwischen wurde am Schlossberg viel gearbeitet, alle Maßnahmen wurden von Landschafts- und Gartenbaufirmen und Handwerksbetrieben aus der Region durchgeführt. Bei kleineren Aufräumaktionen am Hang und rund um das Rumänenhäusle gab es ehrenamtliche Hilfe durch engagierte Langenburger Bürger. Die alten Obstbäume am ganzen Schlossberg wurden vom Pflegetrupp des Albvereins professionell ausgelichtet, Buschwerk, Robinien und Brombeergestrüpp wurden gerodet und entfernt. Dort, wo nicht gemäht werden kann, halten Lamas  Gras und Gestrüpp kurz. Über eine neue Treppe im oberen Drittel des Hanges kann der Besucher jetzt leicht einen kleinen Abstecher ins Gelände machen, die Idylle hautnah erleben und den Lamas einen Besuch abstatten.

Die Finanzierung sämtlicher Vorhaben ist durch das Vermächtnis über die gesamte Pachtdauer bis 2039 gesichert! Bis Ende 2019 sollen alle größeren Baumaßnahmen abgeschlossen sein, danach geht es in erster Linie um die Erhaltung des Bestehenden und die nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege der Grundstücke.

Hier finden Sie (ebenso in den Blättern des Schwäbischen Albvereins 2/2017) einen aktuellen Bericht.

Langenburg neue Mauern, Foto: R. Wolf  langenburg-alte-treppe-r-wolf renovierte-doppeltreppe-r-wolf

Text und Fotos: Reinhard Wolf