Exkursion durch die besondere Landschaft des Randecker Maars

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Bei der kleinen Wanderung unter dem Titel „Erkundung eines ehemaligen Vulkanschlots“ am 8. Juli 2017 durch das Randecker Maar ging es um die besondere Geologie des Areals sowie um die Flora und Fauna. Naturschutzexperte und Ehrenmitglied Reinhard Wolf leitete die Gruppe. Er erklärte beispielsweise den so genannten „Kirchheim-Uracher Vulkanismus“ und seine heute noch sichtbaren Reste, insbesondere die auffallende Kesselform des Randecker Maars. Er machte auch auf die Flora der Mähwiesen und der Wacholderheiden aufmerksam. Die beiden Naturschutzreferentinnen Katharina Heine und Meike Rau waren ebenfalls mit vor Ort.

Reinhard Wolf verwies auf die unterschiedliche Heckenstruktur (u.a. Schlehen-, Wildrosen-, Holunderhecken) und deren ökologische Bedeutung und er betonte die Wichtigkeit der Pflegemaßnahmen durch den Schwäbischen Albverein.

Das Randecker Maar wird vom Schwäbischen Albverein seit vielen Jahren im Zweijahresrhythmus gepflegt: Der Pflegetrupp ist dann mit jeweils rund 100 Ehrenamtlichen im Einsatz.

Schlossberg in Langenburg – Albverein hilft beim Erhalt einer Idylle

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Schloss und Städtchen Langenburg im Landkreis Schwäbisch Hall, hoch über dem Jagsttal und in traumhafter Aussichtslage gelegen, sind immer einen Besuch wert. Und seit 2014 hat der Langenburger Südhang  eine ganz besondere Bedeutung für den Schwäbischen Albverein. Ein großzügiges, zweckgebundenes Vermächtnis eröffnete dem Verein die Möglichkeit, das in historischer und naturkundlicher Hinsicht bedeutsame Areal zu pflegen und zu erhalten .

Undurchdringliches Brombeergestrüpp, die massive Ausbreitung von Robinien und das Vordringen des Waldes von allen Seiten waren in den letzten Jahrzehnten erschreckend schnell voran geschritten und hatten den Südhang in einen „Dornröschenschlaf“ versetzt (siehe auch Sonderbeilage in den Blättern des Schwäbischen Albvereins/Heft 1/2015).

Inzwischen wurde am Schlossberg viel gearbeitet, alle Maßnahmen wurden von Landschafts- und Gartenbaufirmen und Handwerksbetrieben aus der Region durchgeführt. Bei kleineren Aufräumaktionen am Hang und rund um das Rumänenhäusle gab es ehrenamtliche Hilfe durch engagierte Langenburger Bürger. Die alten Obstbäume am ganzen Schlossberg wurden vom Pflegetrupp des Albvereins professionell ausgelichtet, Buschwerk, Robinien und Brombeergestrüpp wurden gerodet und entfernt. Dort, wo nicht gemäht werden kann, halten Lamas  Gras und Gestrüpp kurz. Über eine neue Treppe im oberen Drittel des Hanges kann der Besucher jetzt leicht einen kleinen Abstecher ins Gelände machen, die Idylle hautnah erleben und den Lamas einen Besuch abstatten.

Die Finanzierung sämtlicher Vorhaben ist durch das Vermächtnis über die gesamte Pachtdauer bis 2039 gesichert! Bis Ende 2019 sollen alle größeren Baumaßnahmen abgeschlossen sein, danach geht es in erster Linie um die Erhaltung des Bestehenden und die nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege der Grundstücke.

Hier finden Sie (ebenso in den Blättern des Schwäbischen Albvereins 2/2017) einen aktuellen Bericht.

Langenburg neue Mauern, Foto: R. Wolf  langenburg-alte-treppe-r-wolf renovierte-doppeltreppe-r-wolf

Text und Fotos: Reinhard Wolf

Neuer, junger Naturschutztrupp in Gomaringen

Gomaringen Naturschutz

Die Ortsgruppe Gomaringen freut sich, dass sie zwei junge Mitglieder gefunden hat, die die Naturschutzarbeit übernehmen wollen. Noch vor knapp eineinhalb Jahren war die Naturschutztruppe aufgrund der Altersstruktur  gezwungen, der Gemeindeverwaltung mitzuteilen, dass sie die fünf örtlichen Biotope nicht mehr pflegen könne.

Pünktlich zum 125-Jährigen Jubiläum der Ortsgruppe hat sich glücklicherweise eine neue, junge und tatkräftige Naturschutzmannschaft gefunden.

In Eigeninitiative haben sie bereits das Biotop Rahnberg wieder auf Vordermann gebracht, indem sie dieses zuerst mal von der üppigen Vegetation befreiten und dann auf der freigelegten Fläche eine Trockenmauer anlegten.

Zum Abschluss der Arbeiten wurden im Rahmen einer kleinen Feier zusammen mit dem Bürgermeister ein Holunder- und ein Sauerdornstrauch gepflanzt.

Riesenspaß beim Blumenwiesenfest auf dem „Kleinen Bühl“

Blumenwiesenfest 17, Foto: Katharina Heine

Insgesamt 45 Personen, davon rund die Hälfte Kinder, waren mit Begeisterung beim Blumenswiesenfest am 20. Mai 2017 dabei. Auf dem Vereinsbesitz „Kleiner Bühl“ bei St. Johann-Ohnastetten wurden Pflanzen bestimmt und allerlei Insekten entdeckt. Bei der Flora ging es teilweise ziemlich ins Detail: Beim Scharfen Hahnenfuß etwa liegen die Kelchblätter an den Blütenblättern an oder stehen leicht vom Stängel ab. Beim Knolligen Hahnenfuß dagegen zeigen die Kelchblätter nach unten und liegen am Stängel an. Dr.  Matthias Stoll, Biologe von der Uni Tübingen, erzählte  den Erwachsenen, warum Blumenwiesen geschützt werden müssen und was man zur Förderung der Insektenvielfalt im eigenen Garten tun kann. Beispielsweise beim Rasenmähen kleine Blumeninseln stehen lassen.

Blumenwiesenfest 17, Kind, Foto: Katharina Heine

Gleichzeitig verteilte Umweltpädagoge Thomas Klingseis das Expeditions-Equipment an die Kinder und gab jede Menge interessanter Informationen zum Besten. Das Equipment bestand aus Fangnetzen, verschiedensten Dosen, Gläsern, Petrischalen und Insektensaugern. Schnell füllten sich die mitgebrachten Terrarien mit den gerade schwärmenden Weichkäfern, mit Schmetterlingen, Hummeln, Zikaden, Wanzen. Höhepunkt waren die Feldgrillen: Zwei Männchen und zwei Weibchen, und man konnte direkt zuschauen, wie das Männchen vor dem Weibchen zu singen anfing. Im Mikroskop konnte unter anderem der Sprungapparat eines Schnellkäfers betrachtet werden. Dann wurden alle Gefangenen wieder in die Freiheit entlassen.

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Landschaftspflegeeinsatz im Naturschutzgebiet „Neuffener Heide“

Mit Staatssekretär Baumann und einer Vielzahl ehrenamtlicher Helfer

Foto: Reinhard Wolf, Staatssekretär Andre Baumann erläutert die Entwicklung der Wanderschäferei in Europa Foto: K. Heine, Rückepferd Nico und ehrenamtliche Helfer

Am 18. Februar 2017 trafen sich um 9 Uhr über 35 ehrenamtliche Helfer aus der Region im Naturschutzgebiet „Neuffener Heide“, um die einzigartige Heidefläche vor Verbuschung zu bewahren und eine Ausbreitung von Sträuchern und Bäumen zu verhindern. Der Pflegetrupp des Schwäbischen Albvereins hatte zuvor schon Arbeiten mit dem Freischneider und der Motorsäge durchgeführt, um den sich ausbreitenden Wald zurückzudrängen und wieder Licht auf die Heideflächen zu bringen. Aufgabe der ehrenamtlichen Helfer war es, das grobe Ast- und Reisigmaterial der gefällten Baume zu Häufen zusammenzutragen, damit das Rückepferd „Nico“ (Ardenner Kaltblut) die Stämme und das grobe Material auf eine für die Heidefläche schonende Art und Weise ins Tal ziehen konnte.

Auch Staatssekretär Andre Baumann und Vizepräsident Reinhard Wolf waren bei dem Pflegeeinsatz aktiv dabei. Im Gespräch mit den Ehrenamtlichen konnten sie ihren Dank zum Ausdruck bringen, fundiertes Wissen über Pflegeeinsätze wie diesen und die Notwendigkeit der Landschaftspflege weitergeben.

Fünf geflüchtete Menschen haben sich ebenfalls bereit erklärt, diese Pflegeaktion tatkräftig zu unterstützen und waren mit Elan und Freude dabei.

Foto: Katharina Heine, Gruppenfoto mit Rückepferd von Landwirt Notheis

Informativer Film zur Landschaftspflege

Wer sich anschauen will, wie Landschaftspflege beim Schwäbischen Albverein funktioniert, was und wie gepflegt wird, der kann sich einen sehr informativen Film dazu ansehen:

Er enthält folgende Kapitel:

1. Grußwort des Präsidenten des Schwäbischen Albvereins
2. Wacholderheide / NSG Irrenberg
3. NSG Dobelwiesen
4. NSG Schafberg
5. Jugendpflegetag Teck
6. NSG Lochen
7. Blumenwiesenfest Wittlingen
8. Trockenmauer in Markgröningen
9. Landschaftspflegetag Stettener Heide
10. Warum Landschaftspflege
11. Hilfe für den Alpenbock
12. Natur braucht Hilfe!
13. in memoriam Gerd Schach
14. Abspann

Naturschutzprogramm 2017 liegt vor

Das Naturschutzprogramm 2017 „Im Einsatz für die Natur“ liegt vor und kann in der Hauptgeschäftsstelle des Schwäbischen Albvereins abgeholt werden.

Seit Jahren setzt sich der Schwäbische Albverein für die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege ein. Seit 1994 ist der Albverein anerkannter Naturschutzverband. In diesem Heft werden alle naturkundlichen Wanderungen, Lehrgänge und Veranstaltungen vorgestellt, ein spannendes Angebot erwartet Sie!

Den Flyer zum Durchklicken und ebenso als Download finden Sie hier.

Super Kooperation beim Landschaftspflegetag mit dem Schwarzwaldverein

Der gemeinsamen Landschaftspflegetag mit dem Schwarzwaldverein am 15. Oktober 2016 in Wildberg-Gültlingen war ein voller Erfolg. Werner Hillmann, Vizepräsident des Schwarzwaldvereins sprach das Grußwort. Rund 70 Teilnehmer räumten anschließend bei idealem Wetter große Mengen Material beiseite.

wildberg-gütlingen, R. Wolf

Im Naturschutzgebiet “Kapf und Bildstöckle” gilt es die Heidefläche von Gehölz zu befreien und so den Magerrasen offen zu halten.

Neben den vielen ehrenamtlichen Helfern hat auch der Pflegetrupp des Schwäbischen Albvereins wieder eine großartige Arbeit geleistet.

Der Schwarzwaldverein und der Schwäbische Albverin veranstalten alle zwei Jahre einen gemeinsamen Landschaftspflegetag, um gefährdete Lebensräume zu schützen und zu pflegen.

16.10.15_061# Wildberg-Gültlingen, SWV-SAV-Pflegeeinsatz; Motorsäge

Pflegearbeiten am Füllmenbacher Hofberg – zum 25. Mal haben Ehrenamtliche mit angepackt

Zum 25. Mal veranstaltete der Stromberggau des Schwäbischen Albvereins die Pflegemaßnahme „im Naturschutzgebiet Füllmenbacher Hofberg“. Am Samstag, 24.09.2016, trafen sich dazu zahlreiche Helfer zur Pflege der Trockenwiesen. Das Mähgut musste zusammengetragen und an den Fuß des Hofbergs geschaffen werden. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer wäre das nicht möglich gewesen.

Foto: Reinhard Wolf, Titel: Schönamsgruber Linde

Foto: Reinhard Wolf, Füllmenbacher Hofberg Schönnamsgruber-Linde klein

Blumenwiesenfest bei Bad Urach mit vielen Teilnehmern

Das Blumenwiesenfest des Schwäbischen Albvereins ist zum Erfolgsgaranten geworden: Auch in diesem Jahr war es wieder sehr gut besucht. Rund 50 Teilnehmer, darunter zahlreiche Kinder, trafen sich im Juni auf dem Albvereinsgrundbesitz bei Bad Urach-Wittlingen am „Hartburren“. Sie erkundeten die Wiesenflora und ließen sich von Dr. Matthias Stoll von der Uni Tübingen sowie dem Umweltpädagogen Thomas Klingseis alles genau erklären.

Blumenwiese, Foto: Gudrun Grossmann