Kulturlandschaftspreis für OG Sontheim

Obstwiese, R. Wolf

Die Naturschutzgruppe der OG Sontheim an der Brenz (Kreis Heidenheim) gehört zu den diesjährigen Preisträgern des Kulturlandschaftspreises des Schwäbischen Heimatbunds. Gewürdigt werden damit zahlreiche Pflegeaktionen, die Neuanlage von Streuobstwiesen und Heckenpflanzungen, das Aufstellen von Wildbienenhäusern und Informationstafeln zur Kulturlandschaft. Seit rund 25 Jahren ist die Naturschutzgruppe in der Pflege der Kulturlandschaft aktiv, seit sie 1993 eine Streuobstwiese mit 42 Hochstämmen alter und resistenter Sorten anlegte. Ergänzt durch eine Wind- und Vogelschutzhecke ist die Wiese heute ein Paradebeispiel für die Kombination aus Landnutzung und Naturschutz. Weitere Bäume, darunter auch ein Maulbeerbaum, ein Speierling sowie Wildäpfel und -birnen, runden das Engagement ab. Dazu gehören auch ein Wildbienenhaus, Wildblumenflächen sowie Informationstafeln zum Streuobstanbau. Es versteht sich von selbst, dass die Pflege der Bäume von beispielhafter Qualität ist. Im Laufe der Jahre sind so 7.500 ehrenamtliche Arbeitsstunden zusammengekommen.

Weitere Informationen und Preisträger hier

Exkursion durch die besondere Landschaft des Randecker Maars

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Bei der kleinen Wanderung unter dem Titel „Erkundung eines ehemaligen Vulkanschlots“ am 8. Juli 2017 durch das Randecker Maar ging es um die besondere Geologie des Areals sowie um die Flora und Fauna. Naturschutzexperte und Ehrenmitglied Reinhard Wolf leitete die Gruppe. Er erklärte beispielsweise den so genannten „Kirchheim-Uracher Vulkanismus“ und seine heute noch sichtbaren Reste, insbesondere die auffallende Kesselform des Randecker Maars. Er machte auch auf die Flora der Mähwiesen und der Wacholderheiden aufmerksam. Die beiden Naturschutzreferentinnen Katharina Heine und Meike Rau waren ebenfalls mit vor Ort.

Reinhard Wolf verwies auf die unterschiedliche Heckenstruktur (u.a. Schlehen-, Wildrosen-, Holunderhecken) und deren ökologische Bedeutung und er betonte die Wichtigkeit der Pflegemaßnahmen durch den Schwäbischen Albverein.

Das Randecker Maar wird vom Schwäbischen Albverein seit vielen Jahren im Zweijahresrhythmus gepflegt: Der Pflegetrupp ist dann mit jeweils rund 100 Ehrenamtlichen im Einsatz.

Schlossberg in Langenburg – Albverein hilft beim Erhalt einer Idylle

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Schloss und Städtchen Langenburg im Landkreis Schwäbisch Hall, hoch über dem Jagsttal und in traumhafter Aussichtslage gelegen, sind immer einen Besuch wert. Und seit 2014 hat der Langenburger Südhang  eine ganz besondere Bedeutung für den Schwäbischen Albverein. Ein großzügiges, zweckgebundenes Vermächtnis eröffnete dem Verein die Möglichkeit, das in historischer und naturkundlicher Hinsicht bedeutsame Areal zu pflegen und zu erhalten .

Undurchdringliches Brombeergestrüpp, die massive Ausbreitung von Robinien und das Vordringen des Waldes von allen Seiten waren in den letzten Jahrzehnten erschreckend schnell voran geschritten und hatten den Südhang in einen „Dornröschenschlaf“ versetzt (siehe auch Sonderbeilage in den Blättern des Schwäbischen Albvereins/Heft 1/2015).

Inzwischen wurde am Schlossberg viel gearbeitet, alle Maßnahmen wurden von Landschafts- und Gartenbaufirmen und Handwerksbetrieben aus der Region durchgeführt. Bei kleineren Aufräumaktionen am Hang und rund um das Rumänenhäusle gab es ehrenamtliche Hilfe durch engagierte Langenburger Bürger. Die alten Obstbäume am ganzen Schlossberg wurden vom Pflegetrupp des Albvereins professionell ausgelichtet, Buschwerk, Robinien und Brombeergestrüpp wurden gerodet und entfernt. Dort, wo nicht gemäht werden kann, halten Lamas  Gras und Gestrüpp kurz. Über eine neue Treppe im oberen Drittel des Hanges kann der Besucher jetzt leicht einen kleinen Abstecher ins Gelände machen, die Idylle hautnah erleben und den Lamas einen Besuch abstatten.

Die Finanzierung sämtlicher Vorhaben ist durch das Vermächtnis über die gesamte Pachtdauer bis 2039 gesichert! Bis Ende 2019 sollen alle größeren Baumaßnahmen abgeschlossen sein, danach geht es in erster Linie um die Erhaltung des Bestehenden und die nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege der Grundstücke.

Hier finden Sie (ebenso in den Blättern des Schwäbischen Albvereins 2/2017) einen aktuellen Bericht.

Langenburg neue Mauern, Foto: R. Wolf  langenburg-alte-treppe-r-wolf renovierte-doppeltreppe-r-wolf

Text und Fotos: Reinhard Wolf